Corona-Krise: Unterstützung für Startups / Teil 9

(Stand 9. Mai 2020)

Allgemein
Nachdem seit Ausbruch der Covid-Krise zahlreiche Unterstützungsprogramme geschaffen wurden, kommen neu auch die sogenannten Startup-Unternehmen zum Zuge. Dazu können Bürgschaftsanträge ab 7. Mai bis am 31. August 2020 eingereicht werden.
 

Welche Startup-Unternehmen sind berechtigt?

  • Startups mit Sitz in einem teilnehmenden Kanton und Gründung nach dem 01.01.2010, aber vor dem 01.03.2020
  • Aktiengesellschaften (AG) und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) mit Sitz in der Schweiz.
  • Startups, die sich nicht in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren oder in Liquidation befinden.
  • Startups, die aufgrund der COVID-19-Pandemie wirtschaftlich erheblich beeinträchtigt sind und unter Liquiditätsengpässen leiden. Die Liquiditätshilfe bietet keinen Ersatz für Finanzierungsrunden.
      

Wie hoch ist die Unterstützung?
Bund und Kanton bürgen gemeinsam einen Betrag von bis zu CHF 1 Mio. pro Startup-Unternehmen. Der insgesamt verbürgte Betrag darf dabei höchstens einem Drittel der laufenden Kosten 2019 des Startups entsprechen. In begründeten Fällen kann der Kanton in seiner Beurteilung davon abweichen. Die Liste der beteiligten Kantone wird laufend aktualisiert.
 

Wie ist vorzugehen?
Startups stellen zunächst einen Bürgschaftsantrag, welcher dem teilnehmenden Kanton übermittelt wird. Dieser prüft den Bürgschaftsantrag und leitet diesen an die zuständige Bürgschaftsorganisation weiter, welche abschliessend entscheidet. Auf dieser Grundlage kann das Unternehmen bei einer beliebigen Bank einen verbürgten Kredit beantragen.
 

Welche Angaben werden benötigt?

  • Laufende Kosten 2019: die laufenden Kosten umfassen insbesondere die Löhne, die nicht aktivierungsfähigen Investitionen, die Mieten, Kosten für Patentanmeldungen und Patentanwälte, sowie die Kosten für interne oder ausgelagerte Forschungs- und Entwicklungs-Prozesse.
  • Jahresabschlussrechnungen zum Beleg der laufenden Kosten 2019 oder wenn nicht verfügbar 2018.
  • Businesspläne.
  • Angaben zum Unternehmen, inkl. Kontaktdaten einer Kontaktperson des Unternehmens.
  • Angaben zur kreditgebenden Bank.
  • Kreditvereinbarung und/oder Kreditanträge für allfällig erhaltene Kredite gemäss COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung
    vom 25. März 2020.
      

Fazit:
Die Schweizer Startup-Branche ist seit vielen Jahren ein wichtiger Grundpfeiler unseres gesamten Wirtschaftssystems geworden und somit nicht mehr wegzudenken. Es ist daher nur folgerichtig, dass auch diese Branche in den Genuss einer staatlichen Unterstützung kommt.

 

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